Laut den Daten des Statistischen Bundesamtes waren am Jahresende 2016 rund 1,6 Millionen Schutzsuchende in Deutschland registriert (Statistisches Bundesamt 2017). Als Schutzsuchende gelten Ausländerinnen und Ausländer, die sich unter Berufung auf humanitäre Gründe in Deutschland aufhalten. Dazu zählen beispielsweise Personen, die sich noch im Asylverfahren befinden, anerkannte Flüchtlinge nach der Genfer Konvention, subsidiär Schutzberechtigte sowie abgelehnte Asylbewerberinnen und Asylbewerber, die sich weiterhin in Deutschland aufhalten. Etwa die Hälfte aller Schutzsuchenden kam aus drei Herkunftsländern: Syrien (455 000), Afghanistan (191 000) und Irak (156 000). Die meisten Schutzsuchenden mit offenem Schutzstatus kamen aus Afghanistan (129 000). Der Anteil der weiblichen Personen unter den Schutzsuchenden lag bei 36 %. Sie haben oftmals bereits in ihren Herkunftsländern oder auf der Flucht Gewalt in den unterschiedlichsten Formen erlebt oder selbst erfahren. In Deutschland angekommen, sind die Betroffenen in der Regel nicht ausreichend über ihre Rechte oder Unterstützungsmöglichkeiten informiert.

Hier setzt das seit 2016 bundesweit tätige Projekt „MiMi-Gewaltprävention mit Migrantinnen für Migrantinnen“ an. Es wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration gefördert und zielt darauf ab, geflüchtete Frauen und Mädchen über Formen von Gewalt und Schutzmöglichkeiten zu informieren. Das entsprechende Wissen soll dabei kultur-, sprach- und geschlechtssensibel durch extra geschulte interkulturelle MiMi-Mediatorinnen für Gewaltprävention vermittelt werden. Zu den weiteren Themen der Infoveranstaltungen gehören Unterstützungsmöglichkeiten sowie Strategien zum Selbstschutz. Einzelheiten zum Projekt, sowie Möglichkeiten des persönlichen Engagements oder einer Beteiligung als Kommune können der Projektseite www.mimi-gegen-gewalt.de entnommen werden.

In der März/April – Ausgabe der Zeitschrift EMMA, dem politischen Magazin für Menschen, hat die Journalistin Antje Hildebrandt  unter dem Titel „Lasst uns reden!“ die Arbeit zwei MiMi-Mediatorinnen für Gewaltprävention aus Berlin porträtiert. Der Artikel ist auf den Seiten 72/73.

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